Beitrags-Archiv für die Kategory 'Tiere'

Bilder von Pferden

Dienstag, 24. August 2010 17:50

Heute waren wir alle zusammen auf der Koppel. Zum Glück hatte ich diesmal meine neue Canon Kamera dabei!
Der Anblick war atemberaubend! Eine komplette rassige Pferdeherde auf einer riessigen Weide live zu erleben. Rainer zeigte mir, wie der Hengst seine Herde umkreist und dadurch zusammenhält.
Als er ihn rief kam dieser stolze Hengt zu ihm und lies sich kraulen wie ein Schoßhündchen. Dabei lies er aber die Herde auch keinen Moment aus den Augen. Das sind Bilder, die ich heute davon geschossen habe.
Wie auf Postkarten. Strahlend blauer Himmel, saftiges grünes Gras, dunkel grüne Wälder im Hintergrund und die in der Sonne fast golden glänzenden Pferde in voller Bewegung. Die Kraft und Anmut die sie ausstrahlen ist umwerfend.
Ich freue mich darauf, diese Bilder erst einmal auf dem PC betrachten zu können und anschließen selbst auf meinem Canon Pixma MP640 ausdrucken zu können! Mit dem richtigem Photopapier und dem Canon Pixma MP640 werden die Bilder wie echte Fotos und sind genauso haltbar.

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Pferdegrab

Montag, 31. Mai 2010 10:31

Sag, ist dort auch ein Pferdegrab?«
Sie deutete auf eine Stelle, aus der Halme in einem Grün, das sich von der Gräser Farbe unterschied, heraussprossen.
Die Doktorin erzählte ihr, daß seit der Zeit des Urgroßvaters die Pferde in freier Wildbahn gehalten und daß alte Pferde, deren Lebenszeit erfüllt war, immer an der Stelle oder nahe ihr bestattet wurden, wo sie gestorben waren. Und stets wurde Hafer auf ihre frischen Gräber gesät. Von den ersten reifen Halmen fielen die Körner aus, keimten und fruchteten wieder, denn die Pferde weideten ihn niemals ab, weil sie unter der Erde eins aus ihrer Herde witterten, das dem Hafer Kraft zum Wachsen gab. »Wir haben viele Stellen auf unseren Weiden, wo Hafer ein Pferdegrab anzeigt.«
»Ein schöner Brauch, der euch selber ehrt«, sagte Verica. Da waren sie schon bei der Herde.
Die Stuten näherten sich den Menschen, von denen ihnen nie Böses widerfahren war, vertraut; auch die kleinen Saugfohlen überwanden ihre Scheu, wurden bald zudringlich und fanden im Beknabbern und Abreißen von Knöpfen ein herrliches Vergnügen.

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Ende und Anfang

Sonntag, 30. Mai 2010 20:24

»Mama!« rief Genia. »Thomas sagt eben, daß unsere Älteste heute morgen gestorben ist!«
Thomas ging die wenigen Schritte zur Doktorin, und alle traten zu ihr.
»Gnädige Frau, ich bitte um Verzeihung, aber ihr Leben war wohl abgelaufen, ich habe alles getan. Sie ist erloschen wie eine Kerze, die niederbrennt.«
»Was habe ich Ihnen zu verzeihen, Thomas?« erwiderte die Doktorin. »Sie sind doch der Vater der Herde. Ging es leicht?«

Die Doktorin nickte Thomas zu. Er hielt vor Genia einen kleinen Beutel auf. Sie fühlte die Körner kühl in ihrer heißen rechten Hand, die zweimal den schweren, goldgelben Hafer über das frische Grab streute.
Mit dieser Aussaat, die einen Beginn bedeutete, war gleichsam von den Menschen die Last der Trauer gewichen, der sich auch Verica, da die schöne Handlung ohne Zeremoniell vor sich gegangen war und ohne große Worte, nicht hatte entziehen können. Thomas schneuzte sich einmal kräftig, Gerard nahm Genia still beim Arm, der General zog die Luft durch die Nase, und die Doktorin wartete darauf, daß Thomas etwas sagen würde.
Plötzlich wurden alle durch ein helles Wiehern aus ihren Stimmungen gerissen. Von der Herde her kam der Rapphengst Scheitan galoppiert. Bei den Menschen blieb er stehen und suchte Thomas, an dessen Ärmel er sich die Nase rieb.
Dann witterte er schnarchend zu der frischen besäten Erde, aber seine Lippen nahmen keins der Haferkörner auf, mit den Hufen trat er sie in den Boden hinein. Plötzlich richtete er sich auf, verharrte, während sich jeder Muskel an seinem mächtigen Körper ausprägte, und wieherte, daß es wie ein Trompetenstoß über die grüne Ebene schallte. Dann drehte er mit weit offenen Nüstern und aufgestellten Ohren seinen schönen, kleinen Kopf zur Herde hin, und mit einer kraftvoll anmutigen Wendung auf der gespannten Hinterhand sprengte er, wie ein Pfeil von der schnellenden Sehne fliegt, zurück zu seinen Stuten.
»Das Leben ruft ihn«, sagte die Doktorin, »und ich glaube, wir sollten ihm folgen. Gehen wir doch zur Herde!«

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Stuten und Hengste

Sonntag, 30. Mai 2010 10:24

Ihr Gespräch wurde unterbrochen, weil sich das Handpferd, das auch unterm Sattel gern seinen eigenen Willen durchzusetzen versuchte, wenn es den Reiter mit seinen Gedanken abwesend fühlte, vom Zügel mit einem Aufwerfen des Kopfes freimachte und zu galoppieren begann. Genia gelang es nicht, die Stute zu beruhigen, die nun auch noch ihre Nachbarin zum Springen ermunterte. Beide witterten die Nähe der Herde, sie gingen nicht durch, machten sich aber auch nicht mehr viel aus Genias Zügelkünsten.
»Mir scheint, wir sind gleich da«, sagte die Doktorin, »der Kutscherin rennen ihre Pferde davon.«
Und nach wenigen Minuten hielten sie schon bei der Unterkunft, Thomas kam auf einem der beiden Junghengste von der weiter entfernt weidenden Herde herangaloppiert.
Alle stiegen vom Wagen, die eingespannten Stuten fielen, als ob sie ausgehungert wären, gierig über das Gras her, dem der Morgentau nach der Sonne des Tages immer wieder seine grüne Frische gegeben hatte. Den Stuten rutschten die englischen Kummete über die Hälse, da sie die Nasen tief ins Gras steckten. Thomas’ junger Hengst wollte sie, nachdem sein Reiter abgesessen war und die Besucher begrüßte, gebührend empfangen. Er wieherte, daß es ihn in den Beinen riß, aber die Stuten hoben kaum die Köpfe.
Der junge Hengst suchte nun auf dem Boden die Nasen der Stuten, die ihn jedoch fortstießen.
»Höflich sind die Damen nicht!« sagte Verica und setzte hinzu: »Er übrigens auch nicht!« Denn der Hengst biß die eine Stute in den Widerrist und stieg, um sie mit den Vorderbeinen zu umfangen.

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Männer und Pferde

Sonntag, 16. Mai 2010 8:17

»Verica, ich war ein großer Esel«, bekannte er. »Ich hätte dich mir erhalten sollen!«
»Die Schuld lag auch bei mir«, lächelte sie, »ich war damals noch eitel aufs Theater, nun ist es mein Lebensinhalt, und ich war eifersüchtig auf die Pferde, die ich heute zu retten gekommen bin! — Gehen wir zu den anderen! Sonst wird mir die Doktorin eifersüchtig, und dazu habe ich sie schon viel zu gern, weil sie meinem — verzeih, unserem Sohne ihre wirklich reizende Tochter zur Frau geben will.«
»Ich sitze also zwischen zwei Stühlen, Verica«, sagte der General in komischer, liebenswert männlicher Verlegenheit.
Sie griff nach seiner Hand und sagte:
»Lieber Freund, das ist das Schicksal aller alten Herren, die es mit der eigenen Frau nicht ausgehalten haben. Nimm vorlieb mit den Pferden. Sie sind bestimmt besser und redlicher als Frauen!«
General Ramin küßte ihr die Hand und behielt sie lange an seinen Lippen. Verica strich ihm über die Wange und sagte:
»Komm, laß uns gehen! Ich hab dich ja noch immer ganz gern …«

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Der Ausritt

Freitag, 14. Mai 2010 19:32

Im Hofe ließ Thomas die Doktorin aus den Innen­flächen seiner über dem Knie gefalteten Hände in den Sattel steigen. Die Doktorin, die diese Geste an ihm nicht kannte, war ihm dankbar dafür, denn sie bewies Thomas’ gesundes Gefühl, das ihm gebot, die Würde des Wehrhofs vor dem fremden Gast zu unterstreichen. Den einfachen Thomas erniedrigte dieser Steigbügeldienst nicht, sondern weckte in General Ra­min die Erinnerung an alte Kavalierszeiten.

So ritten sie zu dritt zum Tor hinaus. Thomas, der wußte, wo die Herde weidete, hatte die Führung über­nommen und ließ sein Pferd einen kurzen Galopp gehen.

Die Doktorin hielt neben dem General bei der älte­sten Stute der Herde. Sie war heute, da ihr die Sonne sicher wohltun würde, mit auf die Weide gegangen. Der Anblick des noch immer leidenden Tieres trieb in der Doktorin die Bitterkeit auf.

Sollten wir Pferdefreunde, Sie und ich, nicht endlich in unseren Ländern reden und immer wieder reden, damit dieser Irrsinn sich nicht wiederhole? Man wird uns Roßnarren heißen, aber man wird es mit einem Lächeln tun. Doch wo gelächelt wird, da ist auch der Wille zu großzügigem Verstehen. Reiten wir heim, Herr Ramin, ich hoffe, daß Ihr Sohn sich nicht inzwischen in meine Tochter verliebt hat!« schloß die Doktorin betont leichthin und strich dem Pferd des Generals über die Mähne.

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Befreiung der Pferde

Donnerstag, 13. Mai 2010 13:21

Mit einem hellen Wiehern, das seinen blauschwar­zen Rumpf erschütterte, grüßte er das Licht. Er hörte nicht auf den Ruf der Doktorin, sondern sprang von der Stelle in Galopp und stürmte hinaus in den von der Sonne durchfluteten Hof, dessen geräumiges Ge­viert er mit stolz erhobenen Tritten abtrabte.

Inzwischen kam eine Stute mit ihrem Fohlen, sie wieherte leise, gleichsam noch ungläubig, als sie das Licht sah und die klare Luft witterte. Sie tat erst mit der Doktorin vertraut, bevor sie in den Hof trat. Das Fohlen folgte ihr scheu und zögernd.

Scheitan stellte sich nun beim Scheunentor auf und begrüßte jede seiner Stuten; die beiden Junghengste, die ungestüm heraufpolterten, empfing er mit ange­legten Ohren und gebleckten Zähnen, griff sie aber nicht an, da sie ihn vor lauter Lust nach der Freiheit nicht beachteten.

Danach blieb Scheitan noch immer beim Tor stehen und wartete; die Doktorin, die jedes Pferd kannte, wußte, daß die Älteste der Herde fehlte.

Und schließlich kam auch sie, matt, mit hängen­dem Hals und schleppenden Tritten, als wären ihr die Hufe zu schwer. Ihr braunes Haar war stumpf über dem trächtigen Leib, die Hüftknochen standen hervor.

Als die alte Stute, sichtlich ermüdet vom Anstieg über den Stollenausgang, in der Doktorin Nähe war, blieb sie stehen. Sie wieherte dumpf und leise, und als die Doktorin, deren Reitpferd die Stute einmal ge­wesen war, ihr mit der Hand über die Nüstern strich, fing sie die Finger mit den Lippen und spielte mit ihnen. Die Doktorin brachte kein Wort heraus, es war, als flössen ihr die Tränen nach innen.

Da trat Scheitan heran und betastete die alte Stute, die Luft schnarchend einziehend, zärtlich mit den Nüstern.

»Wir müssen alles tun, damit sie wieder gesund wird!« sagte die Doktorin, als Genia und Thomas heraufgestiegen und zu ihr gekommen waren.

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Kleiner II

Mittwoch, 12. Mai 2010 10:37

Man mag lächeln bei diesen Worten, spöttisch oder mitleidig; ich verstehe das, Ich hätte vielleicht selbst so belächelt, ehe ich Bunter kannte und den Affen schlechthin nur nach jenen mehr oder weniger degenerierten Exemplaren des Zoologischen Gartens beurteilte, Diese Tiere, die da hinter Gitterstäben dem Scherz der Menge dienen und die niemals ihre Urheimat gesehen haben, können uns nichts mehr erzählen aus der wunderbaren Ursprünglichkeit ihrer Seele, die mit den Stimmen und Zaubern des Urwaldes, dem Wesen der Familie im Hort ihrer Geschlechtsgenossen wächst und geheimnisvoll spricht, diese Tiere sind ja längst das geworden, was die Menschen in ihnen besitzen und belächeln wollen, eben — Affen!

Unser Hamadryas lehrte mich seine Gattung anders kennen, so kennen, dass ich ihn eines Tages plötzlich liebte, diesen treuen und klugen Gesellen liebte, wie man ein Kind liebt, das noch nichts von den Gepflogenheiten der kultivierten Welt in sich weiß, das selbst in seinen Unarten … die ja nur wir als solche zu erkennen uns einbilden . . liebenswert bleibt und unendlich schön und gut, Raderich Tirol hatte Bunter als ganz kleines, doch gut entwickeltes Geschöpf aus seiner afrikanischen Heimat mitgebracht, wo in früheren Zeiten die Bewohner des Landes dem Hamadryas religiöse Ehrfurcht erwiesen; er hatte ihn aufgezogen, gepflegt und zu einem Wesen emporentwickelt, das in vielen, sehr vielen Beziehungen mit dem aller wertvollsten Menschen auf eine Stufe gestellt werden konnte, Da sein Herr ihm dabei nicht jene Schule einer artistischen Dressur angedeihen ließ, die aus den Kreaturen der Wildnis possierliche Komödianten macht, blieb in dem prachtvollen Burschen der Instinkt seiner Heimat lebendig und verlieh jeder seiner, oft zivilisiert anmutenden Handlung den Reiz einer bewunderungswürdigen Selbstverständlichkeit.

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Kleiner Teil 1

Montag, 10. Mai 2010 16:38

Kleiner war Pavian. Sein bester Freund war Billy.

Billy war mein Hund. Ein sehr schöner Wachtelhund, nicht groß, aber klug und treu, ein fröhlicher Bursche mit immer lustigen Augen und hervorragenden Manieren, Anfangs begegneten sich die beiden Tiere mit Mißtrauen, das aber bald einer besseren Regung wich und zuletzt in die innigste Freundschaft ausartete, Ich habe nie- etwas Rührenderes gesehen, als wenn Billy, der gerne außerhalb des Hauses herumstrolchte, abends oder zu sonst einer Zeit heimkam und von Kleiner empfangen wurde.

Mit Billy war Kleiners Kind, aber stets älteres Kind, immer liebend besorgt um das jüngere, fortwährend bemüht um den Freund, ihn mit tausenderlei Liebenswürdigkeiten überhäufend, So zerrte er aufgesparte Leckerbissen aus seinem Winkel hervor, um sie Billy zu verehren, der sicher Hunger bekommen hatte auf seiner Streife, Die ganze Philosophie wurde der Kinderfreude geopfert, wenn Billy kam . . und Kleiner fühlte das Nahen seines Freundes schon, wenn dieser noch außer Sicht war und seine Ankunft noch nicht einmal durch Bellen verriet, Wie närrisch benahm sich der Pavian, wenn dann der kleine Hund endlich da war, Er trug ihn förmlich durch das ganze Haus, schleppte, zerrte ihn treppauf, treppab schwang sich mit ihm in die Schaukel, die er allein benützte . . kurz, zeigte dem Freund sich in einer Besorgtheit und Liebe dienlich, die Menschen beschämen und eines Besseren belehren könnte.

Thema: Affe, Hund, Tierfreundschaften | Kommentare (0) | Autor: admin

Die Herde Hirsche

Samstag, 8. Mai 2010 20:34

Auf einer Waldwiese voll goldgelben Löwenzahns, voll Minze und Kissen tiefblauen Enzians äste der Unbesiegbare, ein mächtiger Hirsch, der stolze Gebieter über eine Herde von fünf sanftmütigen und furchtsamen Hirschkühen, Inmitten der Berge, umgeben von feierlicher Fruchtbarkeit, fürchtete er nicht den heimlichen Nebenbuhler noch das tückische Raub zeug, weder Wolf noch Mensch.
Eine alte Hirschkuh war das Leittier der Herde und wachte Tag und Nacht über sie, Kamen Wölfe, diese grauen Banditen, in die Nähe, gewahrte sie sogleich ihre Anwesenheit, Der leiseste Windhauch warnte sie, indem er ihren Nüstern den scharfen Geruch des lauernden Räubers zu trug, Wenn bei Tagesanbruch der Jäger auf dem Hochstand saß, um seine Kugel auf den röhrenden Bullen anzubringen, oder wenn nur ein Mensch über die Pässe kam, hauchte der Morgenwind der alten Hirschkuh zu: „Sei auf der Hut! Der Feind ist nah!” Das feine Gehör der Hirschkuh belauschte jedes Dickicht, und wenn der Unbesiegbare seinen Liebesruf in die Welt hinein donnerte, vergaß sie nicht einen Augenblick, dass die Sicherheit aller von ihr abhing. Wenn sie einen Laut gab, stürzte sich die Herde im gleichen Augenblick wie eine Steinlawine in das schwarze Dunkel der Tannen, Dann war alles still, Nur das Plätschern und ‚Rauschen des Sturzbachs klang aus der Schlucht herauf, und aus dem steigenden Nebel dröhnte die Liebesklage des Hirsches,

Thema: Hirsche | Kommentare (0) | Autor: admin