Reiz der Jugend
Und schön war Genia. Ihr sonst bubenhaft rechts gescheiteltes Haar hatte Verica, die vom Theaterfriseur viel gelernt hatte, hinten aufgesteckt, so daß die edlen Linien des schlanken Halses offenbar wurden. Das Kleid ließ im Ausschnitt die runden Schultern und den Ansatz des festen Busens frei. Verica hatte die Übergänge an den Armen von der Sonnenbräune zum lichten Ton der Haut meisterhaft durch Teintschminke unsichtbar gemacht.
Wehmütig dachte Joseph, daß das Gute im Leben immer zu spät komme, als er sich von drei schönen Frauen, deren Gewänder ihre Reize unterstrichen, umgeben sah. Er tauschte einen Blick mit dem General, der wohl ähnlichen Gedanken nachhing.
Die Mütter bewegten sich, der reifen Schönheit ihrer Formen bewußt, mit lässiger Sicherheit, während Genia sich, in ungewohnter Blöße, kaum zu rühren wagte und damit den Reiz ihrer Jugend erhöhte.